
Rückenschmerzen
Welche Matratze bei Rückenschmerzen? Der umfassende Ratgeber für erholsamen Schlaf
Der Begriff Rückenschmerzen umfasst Beschwerden in verschiedenen Bereichen des Rückens. Besonders häufig ist die Lendenwirbelsäule betroffen, also der Bereich zwischen dem unteren Rippenbogen und dem Gesäss. Schmerzen können aber auch im oberen Rücken, zwischen den Schulterblättern oder am Übergang zur Halswirbelsäule auftreten.
Die Beschwerden können dumpf, ziehend, stechend oder brennend empfunden werden. Manchmal sind sie nur bei bestimmten Bewegungen spürbar. In anderen Fällen treten sie beim längeren Sitzen, Stehen oder Liegen auf. Rückenschmerzen können kurzfristig sein oder über Wochen und Monate bestehen bleiben.
Die Weltgesundheitsorganisation unterscheidet unter anderem zwischen akuten Beschwerden von weniger als sechs Wochen, subakuten Beschwerden von sechs bis zwölf Wochen und chronischen Rückenschmerzen von mehr als zwölf Wochen. Rückenschmerzen können ausserdem mit ausstrahlenden Schmerzen, Kribbeln, Taubheitsgefühlen oder einer verminderten Muskelkraft einhergehen.
Können Rückenschmerzen von der Matratze kommen?
Eine Matratze kann Rückenschmerzen begünstigen oder vorhandene Beschwerden verstärken. Dies ist insbesondere dann möglich, wenn der Körper während mehrerer Stunden in einer ungünstigen Position liegt.
Ist die Matratze zu weich, kann das Becken übermässig einsinken. Der Körper hängt dann vereinfacht gesagt in einer Mulde. Vor allem in Rücken- oder Bauchlage kann dadurch eine ungünstige Haltung im Bereich der Lendenwirbelsäule entstehen.
Ist die Matratze hingegen zu hart, können Schulter und Becken nicht ausreichend einsinken. Das ist besonders für Seitenschläfer problematisch. Die Wirbelsäule kann seitlich abknicken, während an Schulter, Hüfte und anderen Kontaktpunkten ein unangenehm hoher Druck entsteht.
Auch eine ursprünglich passende Matratze kann im Laufe der Jahre an Stützkraft verlieren. Sichtbare Liegekuhlen, weiche Zonen oder ein dauerhaft ungleichmässiges Liegegefühl sind Hinweise darauf, dass die Schlafunterlage nicht mehr optimal arbeitet.
Typische Anzeichen für eine mögliche Beteiligung der Matratze sind:
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Die Beschwerden sind morgens besonders ausgeprägt.
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Der Rücken fühlt sich nach dem Aufstehen steif an.
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Die Schmerzen lassen nach Bewegung allmählich nach.
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Sie schlafen in einem anderen Bett spürbar besser.
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Sie drehen sich nachts sehr häufig um.
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Schulter, Hüfte oder Becken fühlen sich druckempfindlich an.
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Die Matratze weist Kuhlen oder deutliche Materialermüdung auf.
Diese Hinweise beweisen allerdings nicht, dass die Matratze die alleinige Ursache ist. Bei wiederkehrenden Beschwerden sollte das Gesamtbild betrachtet werden.
Was muss eine gute Matratze für den Rücken leisten?
Eine geeignete Matratze muss zwei scheinbar gegensätzliche Aufgaben erfüllen: Sie soll den Körper stützen und zugleich an den richtigen Stellen nachgeben.
Schulter und Becken sind in der Regel die schwersten beziehungsweise breitesten Körperbereiche. Sie müssen je nach Schlafposition tiefer einsinken können. Gleichzeitig sollte die Taille beziehungsweise der Bereich der Lendenwirbelsäule nicht ohne Unterstützung bleiben.
Eine gute Abstimmung erkennt man daran, dass die Wirbelsäule möglichst in ihrer natürlichen Position liegt:
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In Seitenlage sollte sie von hinten betrachtet annähernd gerade verlaufen.
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In Rückenlage sollte die natürliche Form der Wirbelsäule unterstützt werden.
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In Bauchlage sollte ein zu starkes Absinken des Beckens vermieden werden.
Wichtige Eigenschaften sind:
Punktelastizität
Die Matratze gibt dort nach, wo Druck ausgeübt wird, ohne dass eine grosse umliegende Fläche ebenfalls stark absinkt.
Stützkraft
Schwerere Körperbereiche werden ausreichend getragen. Die Matratze darf nicht dauerhaft nachgeben oder eine tiefe Mulde bilden.
Druckverteilung
Das Körpergewicht wird möglichst gleichmässig auf der Liegefläche verteilt. Dadurch können ausgeprägte Druckpunkte reduziert werden.
Anpassungsfähigkeit
Die Matratze sollte zu Körperbau, Gewicht, Schlafposition und persönlichem Komfortempfinden passen.
Bewegungsfreiheit
Ein Positionswechsel sollte ohne grossen Kraftaufwand möglich sein. Eine Matratze, in der man sehr tief einsinkt, kann das nächtliche Drehen erschweren.
Schlafklima
Wärme und Feuchtigkeit sollten angemessen abtransportiert werden. Ein unangenehm warmes oder feuchtes Schlafklima kann den Schlaf beeinträchtigen und häufige Positionswechsel fördern.
Ist eine harte Matratze bei Rückenschmerzen besser?
Die verbreitete Annahme, bei Rückenschmerzen müsse eine Matratze möglichst hart sein, ist zu pauschal.
In einer randomisierten kontrollierten Studie mit 313 Erwachsenen mit chronischen unspezifischen Schmerzen im unteren Rücken erzielten Teilnehmer auf mittelfesten Matratzen bessere Ergebnisse hinsichtlich Schmerzen und Beeinträchtigung als Teilnehmer auf festen Matratzen. Die Untersuchung bedeutet nicht, dass für jeden Menschen dieselbe Festigkeit ideal ist. Sie zeigt jedoch, dass «so hart wie möglich» keine allgemein gültige Empfehlung ist.
Entscheidend ist nicht eine möglichst hohe Härte, sondern eine ausgewogene Unterstützung. Die Matratze sollte fest genug sein, um den Körper zu stabilisieren, aber nachgiebig genug, damit Schulter und Becken passend einsinken können.
Eine sehr harte Matratze kann insbesondere bei leichten Personen und Seitenschläfern zu Druckpunkten führen. Eine sehr weiche Matratze kann dagegen bei schwereren Personen oder ausgeprägter Rückenlage zu wenig Halt bieten.
Die passende Festigkeit liegt häufig im mittleren Bereich, muss jedoch individuell ermittelt werden.
Welcher Härtegrad ist geeignet?
Matratzen werden häufig mit Härtegraden wie H2, H3 oder H4 bezeichnet. Diese Angaben können eine erste Orientierung geben, sind aber nicht verbindlich genormt. Ein H3-Modell eines Herstellers kann sich deutlich anders anfühlen als ein H3-Modell einer anderen Marke.
Grob werden Härtegrade folgendermassen eingeordnet:
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H2: eher weich bis mittelfest
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H3: mittelfest bis fest
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H4: fest
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H5: sehr fest
Das Körpergewicht ist dabei nur ein Faktor. Ebenso wichtig sind:
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Körpergrösse
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Verteilung des Körpergewichts
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Schulterbreite
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Beckenform
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bevorzugte Schlafposition
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persönliches Liegegefühl
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Material und Aufbau der Matratze
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Art der Unterfederung
Zwei Personen mit demselben Gewicht können deshalb unterschiedliche Härtegrade benötigen. Ein breitschultriger Seitenschläfer stellt andere Anforderungen an die Schulterzone als ein überwiegender Rückenschläfer mit ähnlichem Gewicht.
Bei Rückenschmerzen sollte nicht automatisch eine festere Variante gewählt werden. Sinnvoller ist es, beim Probeliegen die Position der Wirbelsäule, das Einsinken von Schulter und Becken sowie die Unterstützung der Taille zu beurteilen.
Welche Matratzenart passt bei Rückenschmerzen?
Es gibt nicht die eine Matratzenart, die für alle Menschen mit Rückenschmerzen am besten geeignet ist. Sowohl Taschenfederkern- als auch Schaumstoffmatratzen können eine gute Körperanpassung bieten, sofern Aufbau, Festigkeit und Qualität zur Person passen.
Taschenfederkernmatratzen
Bei Taschenfederkernmatratzen sind die einzelnen Metallfedern in Textiltaschen eingenäht. Sie reagieren weitgehend unabhängig voneinander auf Belastung.
Mögliche Vorteile:
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gute Punktelastizität
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stabile Unterstützung
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gute Luftzirkulation
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erleichterter Feuchtigkeits- und Wärmeaustausch
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häufig geeignet für Personen, die nicht zu warm schlafen möchten
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je nach Ausführung gute Tragfähigkeit
Wichtig sind die Abstimmung der Federung, die Qualität der Polsterschichten und die Festigkeit des gesamten Aufbaus. Eine hohe Anzahl an Federn allein ist kein sicherer Qualitätsbeweis.
Kaltschaummatratzen
Kaltschaummatratzen bestehen aus aufgeschäumtem Material und können je nach Qualität sehr anpassungsfähig sein.
Mögliche Vorteile:
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gute Körperanpassung
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geringes Nachschwingen
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oft angenehm für Personen, die nachts frieren
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meist relativ leicht zu wenden und zu transportieren
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unterschiedliche Komfort- und Stützzonen möglich
Eine wichtige Kennzahl ist das Raumgewicht. Es gibt Hinweise auf die Materialdichte, erlaubt aber allein noch keine vollständige Aussage über Komfort oder Lebensdauer.
Viscoelastische Matratzen
Viscoelastischer Schaum reagiert auf Wärme und Druck. Er kann den Körper eng umschliessen und Druck gleichmässig verteilen.
Das kann angenehm sein, allerdings empfinden manche Menschen das tiefe Einsinken als zu warm oder bewegungshemmend. Wer sich nachts häufig dreht, sollte besonders sorgfältig testen, ob der Positionswechsel leicht gelingt.
Latexmatratzen
Latex besitzt eine hohe Elastizität und passt sich dem Körper häufig gut an. Das Material kann relativ schwer sein und vermittelt je nach Aufbau ein federndes Liegegefühl.
Auch hier gilt: Nicht die Materialbezeichnung entscheidet, sondern die konkrete Abstimmung auf den Körper.
Die richtige Matratze für jede Schlafposition
Seitenschläfer mit Rückenschmerzen
In Seitenlage müssen Schulter und Becken ausreichend einsinken. Gleichzeitig sollte die Taille gestützt werden. Ist die Matratze zu hart, wird die Schulter nach oben gedrückt. Ist sie zu weich, kann das Becken zu tief absinken.
Die Wirbelsäule sollte von hinten betrachtet möglichst gerade verlaufen. Ein passendes Kopfkissen füllt den Raum zwischen Schulter und Kopf, ohne den Hals nach oben oder unten abzuknicken.
Rückenschläfer mit Rückenschmerzen
In Rückenlage sollte das Becken leicht einsinken, während der Bereich der Lendenwirbelsäule angemessen unterstützt wird. Eine zu weiche Matratze kann eine ausgeprägte Mulde verursachen. Eine zu harte Unterlage kann den natürlichen Kontakt zwischen Matratze und Lendenbereich reduzieren.
Das Kopfkissen sollte nicht zu hoch sein. Ein sehr hohes Kissen beugt die Halswirbelsäule nach vorne und kann zusätzliche Verspannungen fördern.
Bauchschläfer mit Rückenschmerzen
In Bauchlage kann das Becken bei einer zu weichen Matratze deutlich absinken. Dadurch wird die Lendenwirbelsäule stärker belastet. Zudem muss der Kopf meist seitlich gedreht werden, was den Nacken beanspruchen kann.
Bauchschläfer bevorzugen häufig eine etwas stabilere Liegefläche und ein eher flaches Kissen. Bei bestehenden Beschwerden kann es sinnvoll sein, schrittweise eine Seiten- oder Rückenlage auszuprobieren. Eine bestimmte Schlafposition lässt sich jedoch nicht immer einfach erzwingen.
Welche Rolle spielen Körpergewicht und Körperbau?
Das Körpergewicht beeinflusst, wie tief eine Person in die Matratze einsinkt. Trotzdem reicht eine einfache Gewichtstabelle für eine gute Auswahl nicht aus.
Ein Gewicht von 90 Kilogramm verteilt sich bei einer grossen Person anders als bei einer deutlich kleineren Person. Ebenso verändern breite Schultern, ein ausgeprägtes Becken oder eine schmale Taille die Anforderungen.
Bei Paaren entsteht eine zusätzliche Herausforderung. Beide Personen können unterschiedliche Festigkeiten benötigen. In solchen Fällen kommen zwei einzelne Matratzen, Partnermatratzen mit unterschiedlichen Seiten oder individuell abgestimmte Systeme infrage.
Entscheidend ist, dass beide Personen unabhängig voneinander ausreichend gestützt werden und sich Bewegungen nicht unnötig stark auf die jeweils andere Bettseite übertragen.
Lattenrost, Boxspring-Unterbau und Kopfkissen
Die Matratze arbeitet nicht isoliert. Auch die Unterfederung beeinflusst das Liegegefühl.
Ein stark nachgebender Lattenrost kann eine Matratze weicher erscheinen lassen. Ein sehr starrer Unterbau kann sie fester wirken lassen. Matratze und Unterfederung sollten deshalb aufeinander abgestimmt sein.
Bei einem Boxspringbett bildet die gefederte Unterbox einen Teil des gesamten Liegesystems. Matratze, Unterbox und gegebenenfalls Topper müssen gemeinsam betrachtet werden.
Auch das Kopfkissen ist wichtig. Seine Höhe sollte zur Schlafposition, Schulterbreite und Einsinktiefe der Matratze passen. Je tiefer die Schulter in Seitenlage einsinkt, desto geringer kann der Abstand sein, den das Kissen ausgleichen muss.
Ein ungeeignetes Kissen kann Nackenverspannungen auslösen und die Wahrnehmung des gesamten Rückens beeinflussen.
Woran erkennt man eine ungeeignete Matratze?
Folgende Anzeichen können darauf hindeuten, dass die Matratze nicht mehr passt:
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sichtbare oder spürbare Liegekuhlen
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nachlassende Stützkraft
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Schmerzen oder Steifigkeit am Morgen
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häufiges Aufwachen und Drehen
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Druck an Schulter, Hüfte oder Becken
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Taubheitsgefühle durch ungünstigen Druck
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starkes Einsinken der Körpermitte
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das Gefühl, auf der Matratze statt in ihr zu liegen
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deutlich besserer Schlaf in einem anderen Bett
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beschädigter oder stark abgenutzter Bezug
Es gibt keine feste Lebensdauer, die für jede Matratze gilt. Nutzung, Körpergewicht, Materialqualität, Pflege und Feuchtigkeit beeinflussen den Verschleiss. Deshalb ist der tatsächliche Zustand wichtiger als eine starre Jahreszahl.
So testen Sie eine Matratze richtig
Ein kurzes Hinsetzen oder fünf Minuten Probeliegen reichen meist nicht aus. Nehmen Sie sich Zeit und testen Sie die Matratze in Ihrer gewohnten Schlafposition.
Achten Sie auf folgende Punkte:
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Können Schulter und Becken passend einsinken?
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Wird die Taille beziehungsweise der Lendenbereich unterstützt?
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Liegt die Wirbelsäule in Seitenlage möglichst gerade?
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Entstehen unangenehme Druckstellen?
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Können Sie sich leicht drehen?
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Fühlen Sie sich stabil, ohne hart zu liegen?
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Ist das Liegegefühl auch nach 15 bis 20 Minuten angenehm?
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Passt das Kopfkissen zur Matratze?
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Harmoniert die Matratze mit dem vorgesehenen Unterbau?
Bei Rückenschmerzen kann eine fachkundige zweite Person die Position der Wirbelsäule überprüfen. Noch wichtiger ist jedoch Ihr eigenes Körpergefühl. Eine technisch passend wirkende Matratze nützt wenig, wenn Sie darauf nicht entspannen können.
Da sich der Körper an ein neues Liegegefühl gewöhnen muss, kann eine Probeschlafmöglichkeit sinnvoll sein. Die Bedingungen für Rückgabe oder Umtausch sollten vor dem Kauf genau geprüft werden.
Bewegung und Schlafgewohnheiten
Eine gute Matratze kann den Schlaf unterstützen, ersetzt aber keine Bewegung oder medizinische Behandlung.
Bei unspezifischen Rückenschmerzen wird grundsätzlich empfohlen, im Rahmen der individuellen Möglichkeiten aktiv zu bleiben und normale Tätigkeiten möglichst fortzuführen. Bewegung und geeignete Trainingsprogramme können einen wichtigen Teil der Behandlung darstellen. (NICE)
Hilfreiche Gewohnheiten können sein:
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regelmässige Spaziergänge
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häufige Positionswechsel im Arbeitsalltag
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gezielte Kräftigung unter fachlicher Anleitung
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vorsichtige Mobilisation
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ausreichend Schlaf
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ergonomische Anpassungen am Arbeitsplatz
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Stressreduktion
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Vermeidung langer Phasen vollständiger Inaktivität
Welche Übungen geeignet sind, hängt von der Ursache und dem individuellen Gesundheitszustand ab. Bei Unsicherheit sollte eine Ärztin, ein Arzt oder eine physiotherapeutische Fachperson beigezogen werden.
Wann sollten Rückenschmerzen ärztlich abgeklärt werden?
Eine Matratzenberatung ersetzt keine medizinische Untersuchung. Lassen Sie Beschwerden insbesondere dann zeitnah abklären, wenn:
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die Schmerzen nach einem Unfall auftreten
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die Beschwerden sehr stark oder neuartig sind
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Schmerzen in ein oder beide Beine ausstrahlen
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Taubheitsgefühle, Kribbeln oder Muskelschwäche auftreten
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Probleme beim Wasserlassen oder beim Stuhlgang entstehen
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der Genital- oder Gesässbereich taub wird
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Fieber, Schüttelfrost oder ein starkes Krankheitsgefühl hinzukommen
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Sie unbeabsichtigt Gewicht verlieren
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die Schmerzen nachts unabhängig von der Liegeposition stark bleiben
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eine Krebserkrankung, Osteoporose oder schwere Grunderkrankung bekannt ist
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die Beschwerden über längere Zeit nicht besser werden
Bei plötzlich auftretenden Lähmungserscheinungen, Taubheit im Schritt oder Kontrollverlust über Blase oder Darm ist eine sofortige medizinische Beurteilung erforderlich.
FAQ-Bereich
Welche Matratze ist bei Rückenschmerzen am besten?
Eine allgemein beste Matratze gibt es nicht. Geeignet ist ein Modell, das zu Körpergewicht, Körperbau und Schlafposition passt. Schulter und Becken sollten bedarfsgerecht einsinken, während die Körpermitte stabil unterstützt wird.
Sollte eine Matratze bei Rückenschmerzen hart sein?
Nicht zwingend. Eine sehr harte Matratze kann Druckstellen verursachen und die Anpassung an Schulter und Becken erschweren. Eine Untersuchung mit Menschen mit chronischen unspezifischen Rückenschmerzen zeigte Vorteile mittelfester gegenüber festen Matratzen.
Ist Taschenfederkern oder Kaltschaum besser?
Beide Materialien können geeignet sein. Taschenfederkern bietet häufig eine gute Belüftung und stabile Punktelastizität. Kaltschaum kann sich ebenfalls gut an den Körper anpassen und vermittelt je nach Ausführung ein ruhigeres, wärmeres Liegegefühl. Entscheidend ist das konkrete Modell.
Welcher Härtegrad passt bei Rückenschmerzen?
Der Härtegrad lässt sich nicht allein anhand des Körpergewichts bestimmen. H2, H3 und H4 sind nicht herstellerübergreifend genormt. Eine persönliche Liegeprobe ist deshalb aussagekräftiger als die Zahl auf dem Etikett.
Kann eine zu weiche Matratze Rückenschmerzen verursachen?
Eine zu weiche Matratze kann dazu führen, dass das Becken zu tief einsinkt und die Wirbelsäule ungünstig gelagert wird. Ob eine Matratze zu weich ist, hängt jedoch vom Körpergewicht, der Schlafposition und ihrem Aufbau ab.
Kann eine zu harte Matratze Rückenschmerzen verursachen?
Ja. Wenn Schulter und Becken nicht ausreichend einsinken, kann die Wirbelsäule vor allem in Seitenlage seitlich abknicken. Zusätzlich können Druckstellen entstehen.
Welche Schlafposition ist bei Rückenschmerzen am besten?
Das ist individuell. Viele Menschen empfinden Rücken- oder Seitenlage als angenehm, sofern Matratze und Kopfkissen passend abgestimmt sind. Bauchlage kann bei manchen Personen den unteren Rücken und den Nacken stärker belasten.
Wie erkenne ich, ob meine Matratze durchgelegen ist?
Hinweise sind sichtbare Kuhlen, dauerhaft weiche Bereiche, nachlassende Unterstützung und ein schiefes Liegegefühl. Auch regelmässige Beschwerden am Morgen können ein Anlass sein, die Matratze überprüfen zu lassen.
Kann ein Topper eine ungeeignete Matratze verbessern?
Ein Topper kann das Oberflächengefühl verändern und eine zu feste Liegefläche etwas komfortabler machen. Er kann jedoch eine durchgelegene oder grundsätzlich zu weiche Matratze nicht wieder stabil machen.
Wie lange dauert die Umgewöhnung an eine neue Matratze?
Das ist unterschiedlich. Einige Personen fühlen sich sofort wohl, andere benötigen mehrere Nächte oder Wochen. Starke oder zunehmende Beschwerden sollten jedoch nicht einfach als normale Umgewöhnung abgetan werden.
Brauche ich bei Rückenschmerzen ein besonderes Kopfkissen?
Das Kissen sollte zu Schlafposition, Schulterbreite und Matratze passen. Ein zu hohes oder zu niedriges Kissen kann die Halswirbelsäule ungünstig abknicken und Verspannungen fördern.
Kann eine Matratze Rückenschmerzen heilen?
Nein. Eine Matratze ist kein medizinisches Heilmittel. Eine passende Schlafunterlage kann eine günstige Körperposition und erholsamen Schlaf unterstützen, aber nicht jede Ursache von Rückenschmerzen beseitigen.
Produkt- und Beratungsbereich
Die passende SWISSpur-Matratze finden
Bei Rückenschmerzen sollte nicht allein nach einer bestimmten Materialbezeichnung oder einem möglichst hohen Härtegrad ausgewählt werden. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Körperbau, Schlafposition, Stützkraft, Druckentlastung und persönlichem Komfortempfinden.
Bei einer persönlichen Schlafberatung können unter anderem folgende Punkte berücksichtigt werden:
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bevorzugte Schlafposition
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Körpergrösse und Körpergewicht
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Schulter- und Beckenbreite
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gewünschte Festigkeit
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Wärmeempfinden
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bestehender Bettunterbau
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individuelle Komfortvorlieben
Fazit
Welche Matratze bei Rückenschmerzen?
Eine passende Matratze sollte weder pauschal besonders hart noch besonders weich sein. Sie muss den Körper stabilisieren und zugleich an Schulter und Becken gezielt nachgeben. Die richtige Kombination hängt von Schlafposition, Körperbau, Gewicht, Unterfederung und persönlichem Liegegefühl ab.
Mittelfeste Matratzen können für viele Menschen eine gute Ausgangslage sein. Die Bezeichnungen H2, H3 oder H4 sind jedoch nur grobe Orientierungshilfen. Entscheidend bleibt das sorgfältige Probeliegen und die Beurteilung der gesamten Schlafsituation.
Gleichzeitig sollte die Matratze immer als ein Teil des Gesamtbildes verstanden werden. Bewegung, Muskelkraft, Arbeitsbelastung, Schlafgewohnheiten und gesundheitliche Faktoren spielen bei Rückenschmerzen ebenfalls eine wichtige Rolle.
Wer morgens regelmässig mit Schmerzen aufwacht oder auf einer sichtbar durchgelegenen Matratze schläft, sollte die bestehende Schlafunterlage überprüfen lassen. Bei starken, ausstrahlenden, neu auftretenden oder anhaltenden Beschwerden ist eine medizinische Abklärung angezeigt.
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