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Welche Matratze bei Skoliose? Ratgeber für Skoliose-Patienten
Autor*in12.11.2021
Michael Janzik
Inhalte

Rückenschmerzen können richtig zermürbend sein. Dabei plagen sie uns nicht nur beim Sitzen oder Stehen - oftmals rauben sie uns auch noch nachts den Schlaf. Ganz egal, wie wir uns drehen, die Schmerzen scheinen stets an unserer Seite zu sein.

Wenn derartige anhaltende Rückenschmerzen Ihren Alltag bestimmen, kann das verschiedene Ursachen haben, daher empfehlen wir zunächst sich ärztlich untersuchen zu lassen. Eine der möglichen Ursachen ist die sogenannte Skoliose, eine Verkrümmung der Wirbelsäule. Um die mit der Skoliose verbundenen Schmerzen nachts aus dem Schlafzimmer fern zu halten, ist die Wahl der richtigen Bett-Ausstattung essentiell.



Lesen Sie hier mehr zum Thema Skoliose und darüber, welche Matratze bei Skoliose Ihnen dennoch einen ruhigen Schlaf ermöglicht.

Was verstehen wir unter Skoliose?

Unter Skoliose versteht man eine Verkrümmung der Wirbelsäule, genauer gesagt um eine seitliche Verbiegung. Wer unter Skoliose leidet, bemerkt die meist irgendwann durch Schmerzen im unteren Rücken. Dabei hat die Skoliose ihren Ursprung bereits während der Wachstumsphase im Kind- und Teenageralter.

In der Zeit bildet sich die Wirbelsäule voll aus. Kommt es dabei zu Entwicklungsstörungen, gerät die Wirbelsäule im wortwörtlichen Sinne in “Schieflage”.

Es gibt allerdings auch Menschen, die bereits als Skoliose-Patienten geboren werden. Laut Statistiken sind das ungefähr drei bis fünf Prozent unserer Bevölkerung. Die Schweregrade können dabei recht unterschiedlich sein.

In leichten Fällen kommt man recht gut ohne ärztliche Hilfe aus. Ab einer Wirbelsäulenverformung von zehn Grad ist jedoch dringend eine Behandlung erforderlich. Denn die Beschwerden können von unerträglichen Rückenschmerzen bis hin zu Herzleiden oder Lungenproblemen reichen.

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Wie sollte das Bett für Skoliose Patienten beschaffen sein?

Für Skoliose-Patienten ist es äusserst wichtig, dass Rücken und Nackenbereich über Nacht Entspannung und Entlastung erfahren. Dies gilt übrigens auch für gesunde Menschen. Denn nur auf einer guten Schlafunterlage kann sich der Körper wirklich von den Strapazen des Tages erholen. Und so sollte sie aussehen:

  • Auf einem möglichst verstellbaren und qualitativ gut verarbeiteten Lattenrost sollte eine Matratze mit Stützfunktion für die Wirbelsäule liegen.
  • Beim Kauf eines Lattenrostes ist es äusserst wichtig, auf Stabilität und Funktionalität zu achten. Gerade sehr preisgünstige, einfache Lattenroste sind oft schlecht verarbeitet und hängen durch. Sie verfügen über keine ausreichende Stützkraft. Das bedeutet für Sie: Sie sinken mit Ihrem Bett nach unten und begeben sich damit in eine sehr ungesunde Schlafposition.
  • Hochwertige Lattenroste hingegen sind robust und verfügen über eine Funktion zum Verstellen des Kopf- und Fussteils. So kann die Höhe ideal Ihren Bedürfnissen angepasst werden.

Wichtig zu lesen:

Wichtiger Hinweis: Der beste Lattenrost kann keinen gesunden Schlaf gewährleisten, wenn er nicht perfekt auf das Bettgestell passt. Erwerben Sie ein neues Bett, sollten Sie idealerweise auch an die Neuanschaffung eines passenden Lattenrosts denken oder zumindest Ihr Bettgestell genau vermessen und mit den Massen Ihres bisherigen Lattenrosts abstimmen.

Skoliose-Matratze: Welche Matratze ist bei Skoliose empfehlenswert?

Grundsätzlich sind harte Matratzen bei Rückenschmerzen nicht zu empfehlen. Ist der von der Matratze ausgehende Gegendruck auf die Wirbelsäule zu stark, kann die sich nicht entspannen. Rückenschmerzen sind die Folge von harten und unbequemen Schlafunterlagen.

Insbesondere bei Skoliose bietet sich daher eine weiche, stützende Matratze mit variablem Härtegrad an. Um alle Körperpartien optimal zu stützen, sollte sie mit sieben Liegezonen ausgestattet sein. Matratzen dieser Art haben eine punktelastische Oberfläche. Der Körper kann sowohl im Schulter- als auch im Hüftbereich gut einsinken. Die Wirbelsäule liegt gerade und entspannt sich.

Gut beraten sind Sie mit einer Matratze aus hochwertigem Federkern, wie etwa die SWISSpur Varia Comfort 27 oder der SWISSpur Premium Therm 20 Matratze.

Welche Eigenschaften sollte eine Skoliose-Matratze haben?

Die ideale Skoliose Matratze sollte sich möglichst gut an die individuelle Körperform anpassen können. Körperpartien wie Becken oder Schultern sollten in der Matratze einsinken ohne dass ein Hohlraum im Bereich von Nacken, Kniekehle oder Lendenbereich entsteht.

Die ideale Matratze sollte sich dabei an jeden Körpertyp optimal anpassen können, egal ob gross, klein, schlank oder kräftig - und auch ganz egal welchen Schweregrad oder welche Ausprägung die Skoliose hat.

Das gilt zudem für jede Schlafposition - egal ob Seiten-, Bauch - oder Rückenlage. Im Gegensatz zu einer regulären Visco-Schaumstoff-Matratze, die sich erst mit der Zeit an die jeweilige Körperkontur anpasst, passieren die Anpassungen bei einer Skoliose-Matratze sofort.

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Wie ist die richtige Schlafposition bei Skoliose?

Die richtige Schlafposition bei Skoliose ist aus orthopädischer Sicht am ehesten die Rückenlage. Wenn Sie auf dem Rücken liegen, sind Sie im Vergleich zur Seiten - oder Bauchlage mit einer geringeren Druckbelastung auf Ihren Rücken und Ihre Wirbelsäule konfrontiert.

Wobei sich das nicht für alle Skoliose-Patienten pauschalisieren lässt. So unterschiedlich die Verkrümmungen der Wirbelsäule sein können, so unterschiedlich sind auch die Beschwerden und letztendlich die Schlafpositionen, die dafür Erleichterung schaffen.

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Ergonomisch gesehen kann man die Bauchlage dennoch als die am wenigsten geeignete Position beschreiben - hier hängt der Bauchbereich meist durch und schafft so wenig Entlastung für die Wirbelsäule.

Wer auf der Seite liegt, schafft hingegen im Schulter- und Beckenbereich einen erhöhten Liegedruck.

Ohnehin ist es utopisch davon auszugehen, dass man während der kompletten Nacht über die gleiche Liegeposition beibehält. Insofern sollten Sie Ihren Fokus auf das Finden einer passenden Matratze legen, die Ihnen in allen Schlafstellungen die optimale Entlastung bietet.

Lesetipp:

Wird die Skoliose-Matratze von der Krankenkasse übernommen?

Einige Kassen erstatten die Kosten einer orthopädischen Skoliose-Matratze. Voraussetzung hierfür ist ein entsprechendes ärztliches Attest. Ob Ihre Ausgaben voll oder teilweise erstattet werden, sollten Sie direkt mit Ihrer Kasse klären. 

Wie entsteht Skoliose?

Skoliose entsteht bereits in unserer Entwicklungsphase vom Kind und Teenager zum Erwachsenen im Rahmen einer Fehlbildung. Warum es bei Heranwachsenden zu solchen Fehlbildungen kommt, ist zu 90% unbekannt. In vielen Fällen besteht jedoch eine familiäre Vorbelastung. Auch kann eine unterschiedliche Länge der Beine zu Skoliose führen.

Die Fehlstellung der Wirbelsäule sorgt schliesslich dafür, dass sie sich verdreht. Im weiteren Verlauf kommt es dann zu diesem Krankheitsbild. In vielen Fällen ist die Skoliose nur schwer diagnostizierbar, was vielen Ärzten und Schmerztherapeuten mitunter Schwierigkeiten bereitet, die richtige Therapie zu verordnen.

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Welche Arten von Skoliose gibt es?

Es gibt verschiedene Arten von Skoliose, die je nach ihrer Schwere und Ursache voneinander unterschieden werden.

1. Neuropatische Skoliose: Sie steht in Zusammenhang mit einer Erkrankung, die das Nervensystem schädigt wie beispielsweise spinale Kinderlähmung.
2. Metabolische Skoliose: Sie ist auf eine Störung im Knochen-Stoffwechsel zurückzuführen wie es beispielsweise bei Osteoporose oder der Glasknochen-Krankheit der Fall ist.
3. Kongenitale Skoliose: Diese Form der Skoliose ist angeboren und in schweren pränatalen Entwicklungsstörungen begründet
4. Myopathische Skoliose: Hierbei liegt eine Erkrankung der Muskulatur vor, beispielsweise ein angeborener Muskelabbau zwischen den Wirbelkörpern
5. Mesenchymale Skoliose: Ihr liegt eine Erkrankung des Bindegewebes zugrunde, wie es beispielsweise bei starker Narbenbildung oder einer genetisch bedingten Bindegewebs-Erkrankung der Fall sein kann.
6. Entzündliche Skoliose: Sie hat ihren Ursprung in schweren Entzündungen im Wirbelkörperbereich.
7. Statische Skoliose: Hier sind zwei unterschiedlich lange Beine der Grund
8. Radiogene Skoliose: sie tritt als Folge einer Strahlen-Therapie im Kindesalter auf.
9. Posttraumatische Skoliose: Sie ist eine Folge von schweren Stürzen oder Unfällen.

Was kann man gegen Skoliose tun?

In den meisten Fällen ist es möglich, die Skoliose mit Krankengymnastik oder orthopädischen Turnen in den Griff zu bekommen. Bei letzterem handelt es sich um speziell von Schmerzspezialisten entwickelte Gymnastikübungen.

Wir haben zum thema Übungen bei Skoliose einen informativen Beitrag verfasst. Lesen Sie: Skoliose und die richtigen Übungen

Auch Physiotherapie kann hilfreich sein. Als weniger erfolgreich erweisen sich medikamentöse Therapien. Auch eine Operation ist nur empfehlenswert, wenn alle anderen Therapiemassnahmen erfolglos bleiben. Leider wird diese von Ärzten viel zu häufig und zu früh empfohlen.

Achten Sie in jedem Falle auf eine gesunde Körperhaltung. Dazu gehört auch die richtige Liegeposition beim Schlafen oder ruhen. Denn bekanntlich verbringen wir ein Drittel unseres Lebens liegend.

Fazit

Skoliose bleibt in vielen Fällen lange unerkannt, nicht zuletzt, da Rückenschmerzen so etwas wie eine Volkskrankheit geworden sind. Sollten Sie über einen längeren Zeitraum Schmerzen im unteren Rückenbereich feststellen, nehmen Sie diese in jedem Fall ernst und lassen Sie die Ursache ärztlich abklären. Nur wer eine Diagnose hat, kann seinen Beschwerden gezielt entgegenwirken und sich beispielsweise auch beim Kauf einer passenden Matratze fachgerecht beraten lassen.

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